Sawsan Chebli bei Lanz: Da kann man ruhig mal klatschen

 

 

anabel__

 

Sawsan Chebli hat es schon wieder getan. Bei Lanz bot man der Sprecherin des Auswärtigen Amtes die Möglichkeit, ihre kruden Ansichten bezüglich Integration und Islam noch einmal zu bestätigen. Chebli, deren Familie als palästinensische Flüchtlinge 1970 nach Deutschland kam, war im Sommer mit der Aussage aufgefallen, ihr Vater, der kein Deutsch spreche, sei besser integriert, als so manch ein AfDler. Mit ihren neuerlichen Äußerungen auch in Bezug auf den Kopftuchzwang innerhalb muslimischer Communities bestätigt sie nun, dass sie nicht nur ignorant, sondern auch ziemlich dreist ist.

Es ist schon bemerkenswert, mitanzusehen, wie tief eine Bevölkerung sinken kann. Schämt man sich in Deutschland nicht schon genug ob der Nazi-Vergangenheit, bieten sich hierzulande eine ganze Reihe anderer und aktuellerer Möglichkeiten zum gepflegten im Erdboden versinken. Eine zuverlässige Methode des grenzenlosen Fremdschämens stellt hierbei die Betrachtung eines vollkommen von political correctness ergriffenen Talkshow-Publikums dar. Jener Gruppe, die wie kaum eine andere medial verbildlicht, wie sehr dieses Volk jeglichen Selbstbehauptungswillen verloren hat. Eine Gruppe, die in vorauseilendem Gehorsam auch noch über die eigene demonstrative Verarschung klatscht und genaue Anweisungen von Migranten, wofür man sich aktuell zu schämen hat, dankbar entgegennimmt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die dummdreiste Sawsan Chebli, in deren Familie übrigens jede Frau außer ihr selbst ein Kopftuch trägt, erneut Applaus erntet als sie ihre Aussage über die gelungene Integration ihres nach 46 Jahren in Deutschland lebenden und immer noch nicht Deutsch sprechenden Vaters, wiederholt. Was zählt, ist eben nicht, dass Sawsan gequirlten Mist erzählt. Darüber kann man hinwegsehen. Was zählt, ist, an der politisch korrekten Stelle mitgeklatscht zu haben. Haha. Klatsch klatsch. Was haben wir wieder herzlich gelacht. Und die Sawsan lacht mit über so viel Blödheit.

Aber geschenkt. An das lemminghafte Verhalten unserer politisch korrekten Menschen haben wir uns längst gewöhnt. Genauso wie an die Tatsache, dass das der Grund ist, weshalb die in den Talkshows sitzen, und wir, die abgehängten, RTL-guckenden, schon länger hier lebenden Pack-Modernisierungsverlierer mit Vorliebe für einfache Hauptsätze, nicht. Die Gefahr wäre sonst zu groß, dass einer an der falschen Stelle klatschen könnte und so für große Verwirrung innerhalb der großen Inszenierung sorgt.

Jedenfalls ist Sawsan von all dem politisch korrekten Geklatsche für ihren Vater jetzt so beseelt, dass sie nun so richtig in Fahrt kommt. Da wird dann beiläufig erwähnt, dass dieser drei Mal abgeschoben wurde und immer wieder kam. Dass er jedoch trotz Ermangelung der deutschen Sprache der deutscheste Deutsche sei, den Sawsan kennt.

Dass Sawsans Vater es trotz dieser drei Abschiebungen geschafft hat, 46 Jahre auf Kosten des Steuerzahlers zu leben und seine 12 Kinder von eben jenem durchbringen zu lassen, dürfte zu seiner Deutschlandliebe vermutlich einiges beigetragen haben, wo er doch ansonsten aufgrund der fehlenden Sprache kaum in der Lage sein dürfte, am gesellschaftlichen Leben außerhalb der eigenen desintegrierten Community teilzunehmen. Dass sich in diesem kurzen Satz das ganze Versagen des deutschen Staates in Bezug auf Asyl und Abschiebungen zeigt, wen kümmert es? Vielleicht werden uns ja auch die jetzigen Flüchtlinge ganz viele kleine Sawsans schenken, die uns später darüber belehren können, was wir falsch machen. Die als gutes Beispiel für Integration herangezogen werden, um über den ganz großen Teil der Nicht-Integrierten hinwegzutäuschen. Haha. Klatsch Klatsch.

Wie integriert das Musterbeispiel für Integration, Sawsan Chebli, selbst ist, offenbart sie uns dann auch noch in ihren Ausführungen zum Thema Kopftuch. Da hat die gute Sawsan nämlich so ganz beiläufig im politisch korrekten Plausch mit Lanz zugegeben, dass es den Druck der muslimischen Community zum Tragen eines Kopftuches unter jungen Frauen sehr wohl gibt. Lustig daran ist lediglich die Tatsache, dass ihr dieses Eingeständnis herausrutscht, als sie damit zu beweisen versucht, dass nicht jedes muslimische Mädchen aus religiöser Überzeugung, sondern eben manchmal auch nur aus Gründen des muslimischen Gruppenzwangs heraus ein Kopftuch trägt. Kollektivistischer Community-Zwang ist nämlich offensichtlich weniger schlimm als religiöser.

Aber auch das lässt man Sawsan selbstverständlich durchgehen, auch wenn Lanz in seiner Sternsekunde des investigativen Journalismus hier noch einmal nachhakt. Denn die Sawsan ist, wie eingangs erwähnt, eben nicht nur ignorant sondern auch dreist. Und so verkauft sie uns den Zwang für das Kopftuch als ganz normalen Gruppenzwang unter Jugendlichen. Den kennen wir ja immerhin alle. Manch einer hat unter dem Druck der Gruppe seine Raucherkarriere begonnen und andere eben das Kopftuch tragen. Jaja, was sind wir uns alle ähnlich. Multi-Kulti funktioniert doch. Puh. Glück gehabt. Haha. Klatsch klatsch.

Widersprochen hat der lieben Sawsan in dieser Sendung leider kein einziger. Nicht einmal „Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier, der in der Vergangenheit immerhin hin und wieder durch seine konservativen und streckenweise islamkritischen Aussagen aufgefallen war. Vergebens wartete man in dieser Runde auf den Dazwischen-Redner, den es sonst bei Lanz in Person von Bernhard Hoecker oder Michael Mittermeier eigentlich immer gibt. Der wohl aber immer nur dann zur Stelle ist, wenn jemand etwas politisch Inkorrektes sagt. Und davon ist unsere Sawsan als Repräsentantin des Auswärtigen Amtes ja Lichtjahre entfernt. Haha. Klatsch Klatsch.